Showtalente
Kolumbianische Schönheit: Miltonia
Mit rund 55.000 Pflanzenarten ist Kolumbien eines der artenreichsten Länder der Erde, alleine 3.500 verschiedene Orchideen sind hier zuhause. Damit besitzt Kolumbien die größte Orchideenvielfalt der Welt. Eine von ihnen ist die Miltonia. In der Natur wächst diese eindrucksvolle Orchidee auf mit Moos bewachsenen Ästen an Bäumen, die in Uferböschungsnähe und lichten Bergwäldern stehen. Da ihre Blüten an Stiefmütterchen oder Veilchen erinnern, wird sie auch Veilchenorchidee genannt.
Eine Orchidee namens Vanda
Eine Kostbarkeit im Orchideensortiment ist die Vanda. Ein Jesuit namens Alvin Semedo hat diese außergewöhnliche Schönheit im Jahr 1613 entdeckt, als ihm auf seiner Reise durch China einige Pflanzen besonders aufgefallen sind. Sie wuchsen und blühten auf eine Art und Weise, wie er es vorher noch nie gesehen hatte: ohne Erde auf Bäumen, mit nackten Wurzeln, die zum Teil um den Baum selbst geschlungen waren.
Cymbidium-Orchideen haben Showtalent:
Und wie steht´s mit deinem?
Stilvoll, elegant und von einem ganz besonderen Zauber sind Cymbidium- Orchideen. Sie gelten als das ideale Einstiegsmodell für so manch zaghaft sich entwickelnde Liebschaft zu Orchideen. Sie sind ein unvergessliches Geschenk für Freunde oder Bekannte und ein absolut atemberaubender Hingucker im Haus. Cymbidien gehören zu den Zimmerpflanzen, die einen anlachen und vielsagend bedeuten: „Komm, setz dich zu mir!” Die meisten Orchideen dieser Gattung haben einem holzigen Rhizom entspringende kurze, aufrecht wachsende Pseudobulben mit streifenförmigen Blättern. Die Blüten wachsen traubenartig auf langen Stielen und präsentieren bis zu drei Monate lang ihre atemberaubende Schönheit.
Cymbidien sind leicht zu kultivieren und haben meistens kein Fensterbankformat, sondern wollen im Raum stehen und sich ausbreiten dürfen. Cymbidien zählen zu den terrestrischen Orchideen, d.h. sie wurzeln im Boden und bilden keine Luftwurzeln wie viele andere Orchidee n. Die Pflanzen kommen ursprünglich aus den tropischen und subtropischen Gebieten Südasiens.
Als Showtalente sind sie selbstverständlich Freunde des Lichts und brauchen einen hellen Platz. Von etwa Mai bis September empfiehlt sich ein Aufenthalt im Freien an einem Standort mit diffusen Lichtverhältnissen. Die Cymbidien schätzen besonders die nächtliche Temperaturabsenkung. An ihren Naturstandorten sind sie im Sommer oft Schwankungen von bis zu 23 Grad Celsius ausgesetzt. Während der Wachstumsperiode im Frühjahr und Sommer sollte das Pflanzsubstrat nicht austrocknen. Im Winter ist der Wasserbedarf geringer, doch auch dann ist völlige Trockenheit unbedingt zu vermeiden.
Cymbidien mögen übrigens enge Töpfe und benötigen erst ein neues Gefäß, wenn die Neutriebe über den Topfrand hinaus wachsen. Dann reicht es meist, das alte Substrat ein wenig zu entfernen, die Pflanze in einen größeren Topf zu setzen und mit frischem Substrat aufzufüllen. Beim Umzug in die neue Behausung können unbelaubte Bulben entfernt und sehr große Pflanzen geteilt werden. Zu Bedenken bleibt allerdings stets: je üppiger, prächtiger und ausladender die Pflanze, um so größer die Bewunderung deiner Gäste und deren heimlicher Neid. So einen megagrünen Daumen hätte dir von denen einfach niemand zugetraut. Nur zu, denn auch in dir schlummert ein Showtalent!